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donderdag 7 oktober 2010
Overpeinzingen van Christian Morgenstern uit Stufen
Ich fange das Raubvögelgesindel meiner häßlichen Gedanken und bate sie am Spieß, derüber einem Feuer sich dreht. Ach, vergebens.
Ich habe nur einen wirklichen Feind auf Erden, und das bin ich selbst.
Ganze Weltalter von Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.
Alles Denken ist Übersetzen Gottes ins Rationalistische. Von Gott dem Original wissen wir nur durch Gott den Übersetzer.
Im Geist erst wird die Natur, wird Gott tragisch. Was ist der Mensch? Die Tragödie Gottes.
Es ist mit der Weltenuhr wie mit der des Zimmers. Sie ist die absurdeste Fälschung der «Wirklichkeit», die dem Menschen wohl je gelungen ist, und doch baut sich auf ihr unsre ganze heutige Welt auf.
Man soll sich keiner Krankheiten schämen und freuen; denn sie sind nichts anderes als ausgetragene Verschuldung.
Wer das feine zweite Ohr für den Souffleur hat, sieht die Geschichte der Menscheit anders an.
Denke dir einen Teppich aus Wasser. Und als die Stickerei dieses Teppichs die Geschichte der Menschen.
Christian Morgenstern (1871-1914)
Uit: Stufen (1916 posthuum verschenen)
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Raadpleeg onze Duitstalige zustersite Kulturtempel 2 voor meer aforismen van Christian Morgenstern. Meer in deze categorie gedachten van deze auteur is te vinden op onze Duitstalige zustersite Kulturtempel 2.
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Afbeelding: De schrijver in 1907. Schilderij van Hermann Voelkerling (1875-1924).
vrijdag 18 juni 2010
Markante uitspraken van Friedrich von Hardenberg
Der Dichter schließt, wie er den Zug beginnt. Wenn der Philosoph nur alles ordnet, alles stellt, so löst der Dichter alle Bande auf. Seine Worte sind nicht allgemeine Zeichen — Töne sind es — Zauberworte, die schöne Gruppen um sich her bewegen. Wie Kleider der Heiligen noch wunderbare Kräfte erhalten, so ist manches Wort durch irgendein herrliches Andenken geheiligt und fast allein schon ein Gedicht geworden. Dem Dichter ist die Sprache nie zu arm, aber immer zu allgemein. Er bedarf oft wiederkehrender, durch den Gebrauch absgespielter Worte. Seine Welt ist einfach wie sein Instrument — aber eben so unerschöpflich an Melodien.
Es gibt eine symptomatische und eine genetische Nachahmung. Die letzte ist allein lebendig. Sie setzt die innigste Vereinigung der Einbildungskraft und des Verstandes voraus. / Dieses Vermögen, eine fremde Individualität wahrhaft in sich zu erwecken — nicht bloß durch eine oberflächliche Nachahmung zu täuschen — ist noch gänzlich unbekannt und beruht auf einer höchst wunderbaren Penetration und geistigen Mimik. Der Künstler macht zu allem, was er sieht und was er sein will.
Die Poesie schaltet und waltet mit Schmerz und Kitzel, mit Lust und Unlust, Irrtum und Wahrheit, Gesundheit und Krankheit. Sie mischt alles zu ihrem großen Zwecke — der Erhebung des Menschen über sich selbst.
Der echte Dichter ist allwissend; er ist eine wirkliche Welt im kleinen.
Der erste Mensch ist der erste Geisterseher. Ihm erscheint alles als Geist. Was sind Kinder anders als erste Menschen? Der frische Blick des Kindes ist überschwenglicher als die Ahnung des entschiedensten Sehers.
Wer keine Gedichte machen kann, wird sie auch nur negativ beurteilen. Zur echten Kritik gehört die Fähigkeit, das zu kritisierende Produkt selbst hervorzubringen. Der Geschmack allein beurteilt nur negativ.
Alle geistige Berührung gleicht der Berührung eines Zauberstabes. Alles kann zum Zauberwerkzeug werden. Wem aber die Wirkungen einer solchen Berührung so fabelhaft, wem die Wirkungen eines Zauberspruchs so wunderbar vorkommen, der erinnere sich doch nur an die erste Berührung der Hand seiner Geliebten, an ihren ersten bedeutenden Blick, wo der Zauberstab der abgebrochene Lichtstrahl ist, an den ersten Kuß, an das erste Wort der Liebe, — und frage sich, ob der Bann und Zauber dieser Momente nicht auch fabelhaft und wundersam, unauflöslich und ewig ist?
Das lyrische Gedicht ist für Heroen, es macht Heroen. Das epische Gedicht für Menschen. Der Heros ist lyrisch, der Mensch episch, der Genius dramatisch. Der Mann lyrisch, die Frau episch, die Ehe dramatisch.
Die Welt ist Resultat eines unendlichen Einverständnisses, und unsere eigene innere Pluralität ist der Grund der Weltanschauung.
Man kann immer zugeben daß der Mensch einen vorwaltenden Hang zm Bösen hat — desto besser ist er von Natur, denn nur das Ungleichartige zieht sich an.
Uit: Vermischte Fragmente.
Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg — als dichter bekend onder de naam Novalis — werd op 2 mei 1772 geboren; hij overleed op 25 maart 1801.
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Zie tevens onze bijdrage op deze website, gedateerd 1 november 2008, waarin overigens nog weer wordt doorverwezen naar andere teksten op zustersites dan wel redactioneel aan deze website verbonden elektronische publicaties.
Voorts verwijzen we naar één van de Geistliche Lieder van deze auteur, welke heden is opgenomen op onze zustersite Tempel der Dichtkunst.
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Afbeelding: Signatuur van Friedrich von Hardenberg. Overgenomen uit Heinrich Kurz: Geschichte der deutschen Literatur; Dritter Band, Zweite Auflage, Verlag B.G. Teubner, Leipzig 1859.
Es gibt eine symptomatische und eine genetische Nachahmung. Die letzte ist allein lebendig. Sie setzt die innigste Vereinigung der Einbildungskraft und des Verstandes voraus. / Dieses Vermögen, eine fremde Individualität wahrhaft in sich zu erwecken — nicht bloß durch eine oberflächliche Nachahmung zu täuschen — ist noch gänzlich unbekannt und beruht auf einer höchst wunderbaren Penetration und geistigen Mimik. Der Künstler macht zu allem, was er sieht und was er sein will.
Die Poesie schaltet und waltet mit Schmerz und Kitzel, mit Lust und Unlust, Irrtum und Wahrheit, Gesundheit und Krankheit. Sie mischt alles zu ihrem großen Zwecke — der Erhebung des Menschen über sich selbst.
Der echte Dichter ist allwissend; er ist eine wirkliche Welt im kleinen.
Der erste Mensch ist der erste Geisterseher. Ihm erscheint alles als Geist. Was sind Kinder anders als erste Menschen? Der frische Blick des Kindes ist überschwenglicher als die Ahnung des entschiedensten Sehers.
Wer keine Gedichte machen kann, wird sie auch nur negativ beurteilen. Zur echten Kritik gehört die Fähigkeit, das zu kritisierende Produkt selbst hervorzubringen. Der Geschmack allein beurteilt nur negativ.
Alle geistige Berührung gleicht der Berührung eines Zauberstabes. Alles kann zum Zauberwerkzeug werden. Wem aber die Wirkungen einer solchen Berührung so fabelhaft, wem die Wirkungen eines Zauberspruchs so wunderbar vorkommen, der erinnere sich doch nur an die erste Berührung der Hand seiner Geliebten, an ihren ersten bedeutenden Blick, wo der Zauberstab der abgebrochene Lichtstrahl ist, an den ersten Kuß, an das erste Wort der Liebe, — und frage sich, ob der Bann und Zauber dieser Momente nicht auch fabelhaft und wundersam, unauflöslich und ewig ist?
Das lyrische Gedicht ist für Heroen, es macht Heroen. Das epische Gedicht für Menschen. Der Heros ist lyrisch, der Mensch episch, der Genius dramatisch. Der Mann lyrisch, die Frau episch, die Ehe dramatisch.
Die Welt ist Resultat eines unendlichen Einverständnisses, und unsere eigene innere Pluralität ist der Grund der Weltanschauung.
Man kann immer zugeben daß der Mensch einen vorwaltenden Hang zm Bösen hat — desto besser ist er von Natur, denn nur das Ungleichartige zieht sich an.
Uit: Vermischte Fragmente.
Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg — als dichter bekend onder de naam Novalis — werd op 2 mei 1772 geboren; hij overleed op 25 maart 1801.
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Zie tevens onze bijdrage op deze website, gedateerd 1 november 2008, waarin overigens nog weer wordt doorverwezen naar andere teksten op zustersites dan wel redactioneel aan deze website verbonden elektronische publicaties.
Voorts verwijzen we naar één van de Geistliche Lieder van deze auteur, welke heden is opgenomen op onze zustersite Tempel der Dichtkunst.
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Afbeelding: Signatuur van Friedrich von Hardenberg. Overgenomen uit Heinrich Kurz: Geschichte der deutschen Literatur; Dritter Band, Zweite Auflage, Verlag B.G. Teubner, Leipzig 1859.
woensdag 12 augustus 2009
Hautpflege ist Seelenpflege: Carl Ludwig Schleichs Aforismen (2)
Nadenken over het menselijk bestaanDat de aforismen in de bundel van Carl Ludwig Schleich in het hoofdstuk over het leven en de beleving daarvan niet in de laatste plaats medische aspecten bevatten — welke onder meer het verlengen van het leven als thema hebben en aspecten van menselijk gedrag die een voortijdig einde van het aardse bestaan zouden kunnen retarderen — is niet verwonderlijk, gezien zijn functioneren als medicus die vooruitkeek en daaraan consequenties heeft verbonden, niet alleen binnen zijn vakgebied, maar die het menselijk bestaan in een ruimere context heeft ervaren en dienovereenkomstig zijn ondermaanse bestaan heeft ingedeeld.
In de tijd dat hij, na zijn eindexamen aan het Katharinen-Gymnasium te Strahlsund had gedaan, was hij eerst in Zürich gaan studeren, waar hij bevriend raakte met de dichter Gottfried Keller, waardoor ongetwijfeld een verder uitdiepen van de literaire belangstelling van de jonge medisch student werd gerealiseerd.
Bovendien behoorde Schleich tot de categorie medici zonder oogkleppen die nuttige tips gaven om de weg naar de apotheek zo veel mogelijk overbodig te maken. In die zin zag hij, goed een eeuw geleden reeds een alternatief voor het onleesbaar pennen op vel uit het receptenblok. Maar goed, daar was het verstandige deel van de witjassen in Duitsland een eeuw geleden al van doordrongen.
Das Leben — Ein Erleben
Unser Leben ist ein Erleben. Es ist so lang als es Erlebnisse in sich schließt.
Es ist vielleicht wichtiger, das Leben zu vertiefen, als es zu verlängern und auszudehnen.
Es gibt Methoden, diese Gesäßmuskeln zu stählen. Es gibt mikroskopische Turnübungen; die Überdehnung dieser mikroskopischen Muskeln zu verhüten, das ist der Inhalt jeder Lehre zur Erhaltung des Lebens.
Wir werden dauernd von neuem erzeugt:
Durch die Saatkörner der Nahrung.
Die meisten Menschen die früh alt werden, sind es immer gewesen.
Es gibt greisenhafte Kinder, wie es Kinderseelen bei alten Leuten gibt.
Es gibt greisenhafte Kinder, wie es Kinderseelen bei alten Leuten gibt.
Von der Haut aus kann man die Seele stählen.
Hautpflege ist Seelenpflege.
Ich kenne nur ein Mittel, der Willenskraft auf physischen Wege zu Hilfe zu kommen: die kalte Dusche. Jeden Morgen von der Wiege bis zur Bahre eine Dusche, ist ein Luftbad und eine Sohlenreiniging.
Der Weg zum Badezimmer ist näher als der zum Apotheker.
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Afbeelding: Carl Ludwig Schleich in de tijd van zijn medisch assistentschap te Greifswald, 1880.
woensdag 16 juli 2008
Gedanken von Welt — scherpe en gevoelige inzichten van Marie von Ebner-Eschenbach (1)


Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erklären läßt.
Ein Urteil läßt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.
Vertrauen ist Mut, und Treue ist Kraft.
Siege, aber triumphiere nicht.
Der Zufall ist die in Schleier
gehüllte Notwendigkeit.
An das Gute glauben nur die wenigen, die es üben.
Ein Dichter der e i n e n Menschen kennt, kann hundert schildern.
Die Leute, denen man nie widerspricht, sind entweder die, welche man am meisten liebt, oder die, welche man am geringsten achtet.
Wenn der Kunst kein Tempel mehr offen steht, dann flüchtet sie in die Werkstatt.
Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie Wissensdrang.
Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.
Es würde viel weniger Böses getan, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.
Es gibt nicht nur eine Volksindividualität, es gibt eine Stadt-, eine Dorfinidividualität; jedes Haus hat seine, jede Hütte hat ihre besondere Physiognomie.
Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie selbst ihnen anerzogen haben.
Was liegt dem Narren an einen vernünftigen Menschen? Die wichtige Person für ihn ist der andere Narr, die ihn gelten läßt.
So mancher meint ein gutes Herz zu haben und hat nur schlechte Nerven.
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Deze en talrijke andere Gedanken von Welt van Marie von Ebner-Eschenbach — die werd geboren op 13 september 1830 als Freiin Dubský op het slot Zdislawitz bij Kremsier in Moravië — zijn niet alleen meesterstukjes van de Duitstalige, maar tevens van de gehele wereldliteratuur.
In tegenstelling tot zoveel verzamelbundels met Aforismen, is de onderhavige niet achteraf samengesteld uit haar oeuvre, maar heeft de schrijfster deze zelf opgetekend en in 1879 voor de eerste keer gepubliceerd. Op het blad voor de opdrachten voorin het boek heeft ze geschreven:"Meinen Freunden widme ich dieses Buch."
Ze was toen negenenveertig jaar oud en had weliswaar enige bekendheid verworven met gedichten en als schrijfster van verhalen, maar de publicatie van juist deze verzameling aforismen bezorgde haar een hele schare nieuwe vrienden, en tevens is daarmede gebleken dat ze de Duitse literatuur een groot geschenk heeft gegeven, dat allengs in steeds meer andere landen waardering ondervond.
Het meest wezenlijke kenmerk van deze aforismen is dat ze niet zijn ontstaan als gevolg van een denkproces, maar door observaties in het leven van alledag. De schrijfster heeft haar scherpe inzicht op de juiste wijze weten te doseren, en deze met haar diep voelende, vrouwelijke inborst te combineren.
Marie von Ebner-Eschenbach is op 12 maart 1916 in Wenen gestorven.
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Afbeeldingen
1. De verzameling Aforismen werd in 1939 — zestig jaar na de oorspronkelijke publicatie — in de hier afgebeelde editie van de Insel-Bücherei als nummer 543 uitgegeven.
2. Marie von Ebner-Eschenbach.
3. Dit is de thans nog steeds verkrijgbare editie uit 1986 van de bewuste Aforismen in de Insel-Bücherei. De prijs bedraagt € 8,80.
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