vrijdag 29 augustus 2008

Uit de Jahrmarkt der Gedanken van Karl Kraus

Was sich nicht alles entpuppen kann: ein Schurke und ein Schmetterling.

Ein Schein von Tiefe entsteht oft dadurch, daß ein Flachkopf zugleich ein Wirrkopf ist.

Man glaubt gar nicht, wie schwer es oft ist, eine Tat in einen Gedanken umzusetzen!

Die Funktion der Milz muß ähnlich sein wie die der Notare im Staate: notwendig, aber überflüssig.

An vieles was ich erst erlebe, kann ich mich schon erinnern.

Eines der verbreitesten Krankheiten ist die Diagnose.

Wenn der erst wüßte, wie ernst das Leben ist, er würde sich nicht erfrechen, die Kunst heiter zu finden.

Besser, es wird einem nichts gestohlen. Dann hat man wenigstens keine Scherereien mit der Polizei.

Eine Notlüge ist immer verzeilich. Wer aber ohne Zwang die Wahrheit sagt, verdient keine Nachsicht.

Man soll nicht mehr lernen, als man unbedingt gegen das Leben braucht.

Feuilletonisten und Friseure haben gleich viel mit den Köpfen zu schaffen.

Er hatte so eine Art sich in den Hintergrund zu drängen, daß es allgemein Ärgernis erregte.

Wider besseres Wissen die Wahrheit zu sagen, sollte für ehrlos gelten.

Die wahren Wahrheiten sind die, welche man erfinden kann.

Es gibt Schriftsteller, die schon in zwanzig Seiten ausdrücken können, wozu ich manchmal sogar zwei Zeilen brauche.

Nicht alles, wat totgeschwiegen wird, lebt.

Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, daß er die Menschen schlechter machen kann.

Der Historiker ist nicht immer ein rückwärts gekehrter Prophet, aber der Journalist ist immer einer, der nachher alles vorher gewußt hat.

Zu allen Dingen lasse man sich Zeit; nur nicht zu den ewigen.

Die Unsterblichkeit ist das einzige, was keinen Aufschub verträgt.
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Erlaubt ist, was mißfällt — Karl Kraus zum Vergnügen. Herausgegeben von Günter Baumann. Mit 12 Abbildungen. Reclams Universal-Bibliothek 18467. Philipp Reclam jun. Stuttgart, 2007. ISBN 978-3-15-018467-7. Prijs € 4,— (in de Bondsrepubliek en bij Boekhandel Die Weisse Rose te Amsterdam.
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Afbeeldingen

1. Karl Kraus (1874-1936) in 1901.
2. Voorzijde van het Reclam-deeltje uit 2007 met genoeglijke stukjes uit Karl Kraus' omvangrijke oeuvre.

donderdag 21 augustus 2008

Meer Aforismen vol levenswijsheid van Fritz Brupbacher

Man kann in einem Aphorismus grad so viel Falsches sagen, wie in einem dicken Buch.

Mancher hält sich für vorurteilslos, dieweil er nur unfähig ist, zu urteilen. [1]

Mancher meint sich frei, weil niemand sich mit ihm verbinden will.

Da er sich nicht ändern konnte, wollte er wenigstens die Welt ändern.

Die meisten Leute sind verschlossen, weil sie nichts zu sagen haben.

Man darf nur Gegner, die keine Kanonen haben, durch Worte zu überzeugen hoffen von ihrem Unrecht.

An Lügen ist das Gefährliche, daß man selber glaubt, was man sagt und sich so sein Hirn versaut.

Der Sitz der Wahrheitsliebe ist nicht in den Geschlechtsdrüsen.

Der Unterleib hat nicht viel Geschmack.

Der Geschlechtstrieb wird am besten durch Betätigung unterdrückt.

Viele meinen, freie Liebe sei, wenn man nichts bezahlt.

Wenn man für Freiheit eintritt, meinen viele, sie müssen jetzt nicht mehr arbeiten.

Sehr großer Idealismus dispensiert vom Handeln.

Richte dein Gedächtnis in die Zukunft hinenin.

Tausend Punkte sind keine Linie und tausend Einfälle kein Gedanke.

Gefahr des Politikers: Daß er selber glaubt, was er sagt.

Eine natürliche
Monogamie, auch ohne gedankliche Untreue, ist ein angenehmer, aber seltener Zufall.

Die Ehe ist eine etwas erweiterte kindliche Form der Geschlechtsbetätigung.

Je abstrakter ein Philospoh spricht, umso nobler kommt er sich vor.

Bereuen ist leichter als handeln.

Aphorismen: Nicht zu Ende gedachte Gedanken.
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(Zie tevens onze eerste keuze Aforismen van deze schrijver, gepubliceerd op zaterdag 5 juli op deze zelfde Wijze Woorden-site.)
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[1] Deze uitspraak van Fritz Brupbacher heb ik als motto geplaatst boven de bespreking, op onze moedersite Cultuurtempel, van een boek over vooroordelen, van de Britse essayist Theodore Dalrymple dat sedert maandag 18 augustus in Nederlandse vertaling beschikbaar is.


woensdag 20 augustus 2008

Duitstalige pennenvoerders uiten zich, met de juiste melodie en het juiste ritme, over dieren

Grausamkeit gegen Tiere ist eines der kennzeichnenden Laster eines niederen und unedlen Volkes. Sie ist ein sicheres Zeichen der Unwissenheit und Roheit und kann auch durch alle Zeichen des Reichtums und der Pracht nicht übertüncht werden.
Alexander von Humboldt (1769-1859)

Jedes Weltkind sollte wenigstens einmal im Monat eine Nacht im Freien durchwachen, um einmal alle seine eitlen Künste abzustreifen.

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Es gibt auf der Welt nur ein lügenhaftes Wesen, das ist der Mensch. Jedes andere ist wahr und aufrichtig, indem es sich unverhohlen gibt, als das, was es ist, und sich äußerst, wie es sich fühlt . . . Denn freilich, woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Mißtrauen schauen kann? Ist doch unsere zivilisierte Welt nur eine große Maskerade . . .
Man möchte wirklich sagen: Die Menschen sind die Teufel auf der Erde und die Tiere die geplagten Seelen.
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Ich weiß nicht, wieder liebe Gott einmal bei der großen Abrechnung mein lebenswerk bewerten wird. Ich habe in den letzten Wochen fünfzig Partiturseiten Parsifal geschrieben und drei jungen Hunden das Leben gerettet. Warten wir ab, was gewichtiger auf de Waagschale drücken wird.
Richard Wagner (1813-1883)

Eine der größten Unverfroreheiten des Menschen ist, dies oder jenes Tier mit Emphase falsch zu nennen, als ob es ein noch alscheres Wesen gäbe, in seinem Verhältnis zu den anderen Wesen, als der Mensch!
Christian Morgenstern (1871-1914)

Wenn der Zufall zwei Wölfe zusammenführt, fühlt gewiß keiner die geringste Beklemmung darüber, daß der andere ein Wolf ist; — aber zwei Menschen können sich nie im Walde begegnen, ohne daß nicht jeder denkt, der Kerl könnt ein Räuber sein.
Johann Nestroy (1801-1862)

Die Hündin
Eine häßliche kleine Hündin, im höchsten Grade vormutterschaftlich, kam zu mir. Es war kein rühmliches Tier, und sicher war sie voll zufälliger Junge, von denen kein Aufhebens gemacht worden sein wird, aber sie kam, da wir ganz allein waren, so schwer es ihr fiel, zu mir herüber und hob ihre von Sorge und Innerlichkeit vergrößerten Augen auf und begehrte meinen Blick, — und in dem ihren war wahrhaftig alles, was über den einzelnen hinausgeht, ich weiß nicht wohin, in die Zukunft oder ins Unbegreifliche: es löste sch so, daß sie ein Stück Zucker von meinem Kaffee abbekam, aber nebebei, o so nebenbei, wir lasen gewissermaßen die Messe zusammen, die Handlung war an sich nichts als Geben und Annehmen, aber der Sinn und der Ernst und unsere ganze Verständigung war grenzenlos.
Rainer Maria Rilke (1874-1926)
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Afbeeldingen
1. Alexander von Humboldt, daguerrotype uit 1857.
2. De dichter Rainer Maria Rilke.

zaterdag 16 augustus 2008

Duitstalige opvattingen met betrekking tot de erotiek (1)

De Duitse schrijver Arno Schmidt (1914-1979) was van mening dat je van schrijven heet of geil werd; één van zijn uitdrukkingen met betrekking tot de erotiek was: "Schreiben macht scharf." Dat zal echter niet voor elke schrijver, in de buurt dan wel ver weg, het geval zijn, al is vrijwel ieder eensluidend in de beoordeling als een schrijfproces tot een goed einde is gebracht: dat is een (zeer) bevredigend gebeuren. Een sfeer van erotiek omgeeft het creatieve proces met de pen dus veelal wel, maar dat geldt even zeer voor de verworvenheden van diegenen, die het penseel hanteren of op een andere wijze zeer creatief met hun gaven omgaan.

* * * * *

Wollen wir ein Menschenleben verstehen, so müssen wir wissen, welche Rolle das Erotische darin spielt. Eduard von Kayserling (1855-1918)

Wozu das Drängen, Toben, die Angst und die Not! Es handelt sich darum, daß jeder Hans seine Grete findet."
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Ich wollte ich wäre ein Malzbonbon
Und du, du würdest mich lutschen
Joachim Ringelnatz (1833-1934)

Der Magnet forscht mit der Nadel.
Bis er den Mittelpunkt ergründt
.
Johann von Besser (Dt. dichter, 1654-1729)

Die Wollust bleibet doch der Zucker dieser Zeit,
Was kann uns mehr denn sie den Lebenslauf versüßen?
Christian Hofmann von Hofmannswaldau (1616-1679)

Es ist sonderbar, daß nicht längst die Assoziation von Wollust, Religion und Grausamkeit die Leute aufmerksam auf ihre innige Verwandtschaft und ihre gemeinschaftliche Tendenz gemacht hat.
Novalis [Friedrich von Hardenberg] (1772-1801)

Seid reinlich bei Tage
Und säulich bei Nacht,
So habt ihrs auf Erden
Am weitsten gebracht.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Ereignet sich der allerseltenste Fall, daß beide Geschlechtspartner den stärksten Grad der Liebe fühlen, so vollzieht sich gegen alle Naturgesetze das Wunder, daß Eines das Andere hebt, daß beide über der Erde schweben
.
Fritz Mauthner (1849-1923)

Was bedeutet dieserhalb ein Name?
In der Liebe ist das einerlei.
Man verlangr nur, daß es eine Dame
Und von angenehmen Fleische sei.
Ludwig Thoma (1867-1921)

Die Schamhaftigkeit der Frauen hängt mit der Unersättlichkeit ihrer Wollust zusammen; alles Unendliche schämt sich
.
Friedrich Schlegel (1772-1829)

Man fragte Sokrates: Was doch das Beste wäre,
Zu freien oder nicht zu frein?
Der Weise gab darauf die Lehre:
Tut was ihr wollt, so wird eseuch gereun.
Barthold Hinrich Brockes (1680-1747)

Und was die Weiber betrifft, so war ich diesen sehr gewogen — hätten sie mich nur haben wollen.

Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Der Mensch, recht eigentlich das sprechende Tier, ist das einzige, das auch zur Fortpflanzung der Gespäche bedarf.
Robert Musil (1880-1942)

Der Jüngling küßt,
Wenn er des Mädchens denkt, die eigne Hand
Die sie ihm drückte, als sie von ihm schied,
Der Mann braucht etwas mehr.

Friedrich Hebbel (1813-1863)

Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
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Afbeeldingen
1. Joachim Ringelnatz.
2. Fritz Mauthner.
3. Friedrich Hebbel.

donderdag 7 augustus 2008

De talrijke facetten van de gespiegelde mens volgens de Duitse dichter Rudolf Georg Binding (1867-1938)

Der Spiegel erzieht die Menschen dazu, sich selbst zu belügen. Noch niemand hat vor dem Spiegel gebeichtet, noch keine Frau bekannt wie sie ist — selbst die schamloseste nicht. Es ist das Gegenteil eines Beichtstuhls oder Beichtvorgangs, hinter dem ein lebendes Ohr, ein Vergebender, ein alles Verstehender ist. Es hat keinen Sinn, dem Spiegel zu beichten. Wenn wir ehrlich vor ihm wären — er würde uns verlachen. Man möchte ihm zwar nichts verhüllen — aber man verhüllt sich, indem man vor ihm tritt.

Die Bewegungen und der Ausdruck des gespiegelten Menschen erreichen nie die Kraft, die Anmut, die Schönheit, deren der Mensch fähig ist. Der gespiegelte Mensch ist der Mensch in der Erkrankung seines Persönlichkeitsgefühls und in der Lähmung seiner Seele.

Sein Spiegelbild anzublicken — selbst mit der leisesten Hoffnung — ist der Sturz des Menschen in das wirklich Vergebliche, der Versuch eines neuen Sündenfalls: eine Frucht vom Baume der Erkenntnis zu essen, der keiner ist.

Menschen, die im Spiegel ihren aufrichtigen Freund sehen, haben keinen aufrichtigen Freund.

Im Spiegel liegt Torheit, Eitelkeit, Vergänglichkeit, Erstarrung, Mord jedes Gefühls, Selbstbetrug, Verachtung aller Wahrhaftigkeit — und in dir nur Schönheit, Liebe, Gefühl, Wahrheit, Erhöhung, Aufstieg, Beglückung.


Sage dir tausendmal, das Spiegelbild sei ein physikalisches, ein optisches Phänomen, ohne Bedeutung für dein Leben — ja, es dürfe keine Bedeutung gewinnen, so gewinnt es dennoch Bedeutung — aber es ist nicht die, die du meinst.

Das Spiegelbild ist das Bild der unzulänglichen Bürgerlichkeit und der verbürgerlichten Unzulänglichkeit — beides — in dem Umfang und in der Bedeutung, die diese Erscheinungen in ihrem Übergang und ihrem Ineinanderfließen zukommt.


Es gibt kein Volk, bei dem der Spiegel das bevorzugte Instrument des Mannes wäre.

Der Spiegel frißt Toren und speit Narren aus — war ein Sprichwort des Mittelalters.

UIT: Rudolf Georg Binding — DIE SPIEGELGESPRÄCHE — IV: Selbstgespräch (Dialoge 1932)
Overgenomen uit Nur noch die Liebe ist stark — Eine Auswahl, erschienen im Bertelsmann Lesering, 1955.

* * * * *

Op 4 augustus jongstleden is het zeventig jaar geleden dat de Duitse dichter Rudolf Binding — die werd geboren op 13 augustus 1867 in het Basel — in het Beierse Starnberg overleed. Ondanks die Zwitserse geboorteplaats waren het Frankfurter achtergronden die zijn leven bepaalden, doordat zijn beide ouders daar vandaan kwamen. Vader Binding was gewoon hoogleraar Strafrecht aan de Universiteit van Basel. Dat beroep bracht nogal eens een verhuizing met zich mee en zo is die Rudolf in zijn jongste jaren en gedurende zijn jeugd uit Basel, via Freiburg en Straatsburg eerst in Frankfurt en vervolgens in Leipzig terechtgekomen.
Hij ging eerst rechten en vervolgens medicijnen studeren, maar maakte geen van beide af. Daarna ging hij in de paardenfokkerij en werd hij wedstrijdruiter. Voor zijn latere werkzaamheid als schrijver werd een reis naar Italië en Griekenland van doorslaggevende betekenis. Tijdens de Eerste Wereldoorlog was hij ritmeester en stafoffcier. Later vestigde hij zich als ongebonden werkend schrijver in en vlakbij Frankfurt am Main.
(wordt vervolgd)

maandag 4 augustus 2008

Wat De Prediker over boeken en lezen te melden had

In een der boeken van het Boek der Boeken
In het boek Ecclesiates (De Prediker) wordt in Hoofdstuk 12, vers 11 en 12, gewag gemaakt van boeken en lezen, en dat is weer in diverse vertalingen zo poëtisch overgebracht dat we enkele daarvan u — in het kader van deze verzameling wijze woorden en aanverwants — niet willen onthouden. In de klassieke Statenvertaling wordt het als volgt verwoord:


Ende wat boven deselve is / mijn sone / weest gewaerschouwd / van vele boeken te maken / en is geen eynde / ende veel lesens is vermoeijinge des vleesches. (Uitgave 1793. *1)


In een begin twintigste eeuw uitgegeven versie van diezelfde Statenvertaling staat het zo:


En wat bovenal dezelve (*2) is, mijn zoon, wees gewaarschuwd: van vele boeken te maken is geen einde, en veel lezen is vermoeiing des vleesches.


In de Nieuwe Vertaling van de Bijbel, voor het eerst compleet verschenen in 1951, komen we het als volgt, veel prozaïscher, tegen:

En overigens, mijn zoon, wees gewaarschuwd; er is geen einde aan het maken van veel boeken en veel doorvorsen is afmatting voorhet lichaam.

Zo is de tekst ook te vinden in de Rembrandt-bijbel. Een Nederlandse editie met illustraties door Rembrandt van Rijn (1606-1669).
In de Groot Nieuws Bijbel in de omgangstaal wordt het zodanig gezegd dat niemand meer hoeft na te denken wat er zou kunnen worden bedoeld:



En dan nog iets, een laatste waarschuwing. Er worden veel te veel boeken geschreven en van al dat lezen wordt je alleen maar moe.


In de allernieuwste Nederlandse vertaling van de Heilige Schrift, verschenen in 2004, lezen we:


En tot slot, mijn zoon, nog deze waarschuwing: er komt geen einde aan het aantal boeken dat geschreven wordt, en veel lezen mat het lichaam af.

In de wat oudere, Leidsche vertaling — die de tekst opvallenderwijs over de hele bladspiegel, en niet in twee kolommen uitspreidt — staat het zo:



En wat hierboven uitgaat — mijn zoon, laat u waarschuwen: aan het vele boeken maken komt geen einde, en diep doordenken is vermoeiing des vleesches.

In de Engelse King James Bible vinden we het zo omschreven:

And, further by these, my son, he admonished: of making any books there is no end and much study is a weariness of the flesh (3)


En dan kunnen we vanzelfsprekend ook niet achterblijven met dezelfde tekst in een Franse bijbelvertaling:

Du reste, mon fils, tire instruction de ces choses; on ne finirait pas, si l'on voulait faire und grand nombre de livres, et beaucoup d'étude est une fatigue pour le corps.

Zo staat dat in en Franse, protestantse versie van 1882 — ook daarin de tekst over de hele breedte van de bladspiegel — en exact zo in een
gereviseerde editie van 1951. Het opvallende is echter dat in die beide edities het versnummer niet 12 maar 14 is.

In de editie van 1545 van de Bijbel "Aufss new zugericht" door Martin Luther, staat de tekst zo:

Hüt dich mein Son / fur andern mer/ Denn viel Bücher machens ist kein Ende / Vnd viel Predigen macht den Leib müde.

Diverse latere uitgaven beroepen zich erop te zijn "nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers", en dan lezen we in de uitgave van 1963 door de Württembergische Bibelanstalt Stuttgart:

Hüte dich, mein Sohn, vor andern mehr; denn viel Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren macht den Leib müde.

In de zogeheten Merian-Bibel, een bijbeluitgave met kopergravures van Matthaeus Merian (1593-1650) is sprake van 'revidierter Text 1964', en dan luidt diezelfde tekst op basis van de Luther-vertaling:

Und über dem allen, mein Sohn, laß dich warnen: denn des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren macht den Leib müde.

In de katholieke Herder-editie, een Jubiläumsausgabe van 1965, staat het iets anders:

Über dies hinaus, mein Sohn, laß dich warnen! Das viele Büchermachen nimmt kein Ende, und vieles Studieren ermüdet den Leib.

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*1 Voor bijzonderheden over de verschillende, hier gebruikte, edities van de Gantsche Heilige Schrift zij verwezen naar ons artikel op deze site over Behartenswaardige Woorden van de Apostel Paulus.
*2 Hiermede wordt verwezen naar het in het onmiddellijk voorafgaande Vers 11 vermelde over de 'als nagelen diep ingeslagen' Woorden der Wijzen en hun Verzamelingen.

*3 Nimmer heb ik meegemaakt dat een student — zelfs niet een van een faculteit der godgeleerdheid — die geen zin had om veel te lezen voor zijn vak, naar deze passage in de Schrift heeft verwezen.
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Afbeeldingen
1. Afbeelding op de voor- èn achterzijde van de cassette voor de einde jaren zestig van de vorige eeuw uitgegeven Rembrandtbijbel.
2. Voorplat met in de band gestanste ornamentiek van de Leidsche Vertaling van de Bijbel.
3. Gereproduceerd voorkomen van de Luther-bijbel van 1545.
4. Voorzijde van het stofomslag voor de Duitse Merian-Bibel in een reprografische editie uit 1983.

zondag 3 augustus 2008

Uit het Brevier van de Deense filosoof Søren Kierkegaard


Das ethische Individuum ist wie das stille Wasser, das einen tiefen Grund hat; wer hingegen ästhetisch lebt, ist nur oberflächlich bewegt.

Die Bedeutung des religiösen Leidens ist, der Unmittelbarkeit abzusterben.

Geist ist: welche Macht die Erkenntnis über das Leben besitzt.

Die Unmittelbarkeit ist das Glück, denn in der Unmittelbarkeit gibt es keinen Widerspruch; der Unmittelbare ist wesentlich glücklich, und die Lebensanschauung der Unmittelbarkeit ist das Glück.

Es ist das Entweder-Oder, das die Menschen über die Engel erhebt.

Der Unmittelbare kann das Unglück nicht fassen, er verspürt es nur; so is das Unglück stärker als er, und dieses Verhältnis zu der Phantasie-Leidenschaft der Unmittelbarkeit ist Verzweiflung.

Der Ethiker führt nur Verzweiflung durch, die der höhere Ästhetiker bereits begonnen hat.

Wer nur hoffen will, ist feige; wer nur sich erinnern will, ist wollüstig; wer aber die Wiederholung will, das ist ein Mann, und je gründlicher er er sich klar zu machen gewußt hat, ein um so tieferer Mensch ist er.

Während ästhetische Existenz wesentlich Genuß ist, ethische Existenz wesentlich Kampf und Sieg, ist religiöse Existenz Leiden und nicht als Durchgangsmoment, sondern als ständige Begleitung.

Wenn man auch dazu imstande ist, den ganzen Glaubensinhalt in die Form des Begriffs umzusetzen, so folgt daraus nicht, daß man den Glauben begriffen hat, begriffen, wie man in ihn hineinkommt oder wie er in einen hineinkommt.

Im Leiden beginnt das Religiöse zu atmen.

Nun stehen wir also beim Paradox. Entweder kann der Einzelne als der Einzelne in einem absoluten Verhältnis zum Absoluten stehen, und so ist das Ethische nicht das Höchste, oder Abraham ist verloren, er ist weder ein tragischer Held noch ein ästhetischer Held.
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Afbeedingen
1. De Deense filosoof en theoloog Søren Kierkegaard (1813-1855).
2. Duitse editie van Kierkegaards Brevier, verschenen als nummer 519 in de Insel-Bücherei.

zaterdag 2 augustus 2008

"Weinig kan ons troosten. . . ." en andere levenswijsheden van Blaise Pascal

Si il y a un amour pur et exempt du mélange de nos autres passions, c'est celui qui est caché au fond du coeur, et que nous ignorons nous-mêmes.

Le sentiment de la fausseté des plaisirs présents, et l'ignorance de la vanité des plaisirs absents causent l'inconstance.

Peu de chose nous console parce que peu de chose nous afflige.

On a bien de l'obligation à ceux qui avertissent des défauts, car ils mortifient; ils apprennent qu'on a été méprisé, ils n'empechent pas qu'on ne le soit à l'avenir, car on a bien d'autres défauts pour l'être. Ils préparent l'exercise de la correction et l'exemption d'un défaut.

Il n'y a que deux sortes d'hommes: les uns justes, qui se croient pécheurs; les autres pécheurs qui se croient justes.

Pour faire d'un homme un saint, il faut bien que ce soit la grâce, et qui en doute ne sait ce que c'est que saint et qu'homme.

L'Écriture a pourvu de passages pour consoler toutes les conditions, et pour intimider toutes les conditions.

Nous sommes si malheureux que nos ne pouvons prendre plaisir à une chose qu'à condition de nous fâcher si elle réussit mal; ce que mille choses peuvent faire, et font, à toute heure. Qui aurait trouvé le secret de se réjouir du bien sans se fâcher du mal contraire aurait trouvé le point; c'est le mouvement perpetuel.

Chaque degré de bonne fortune qui nous élève dans le monde nous éloigne davantage de la vérité, parce qu'on appréhende plus de blesser ceux dont l'affection est plus utile et l'aversion plus dangereuse. Un prince sera la fable de toute l'Europe, et lui seul n'en saura rien.

La grandeur de l'homme est grande en ce qu'il se connaît misérable. Un arbre ne se connaît misérable. C'est donc être misérable que de se connaître misérable; mais c'est être grand que de connaître qu'on est misérable.

La justice et la vérité sont deux pointes si subtiles, que nos instruments sont trop mousses pour y toucher exactement.